Den Auftakt machte der Support Emma Rose, bevor Nina Chuba die Bühne übernimmt und von Beginn an klarstellt, wohin die Reise geht: Hits, Bewegung und ein Publikum, das jeden Refrain kennt. Besonders Hannover liegt ihr dabei am Herzen. Das Konzert der vergangenen Tour musste krankheitsbedingt abgesagt werden. Umso größer ist die Freude, diesmal tatsächlich vor 20.000 Fans zu stehen.
Dass dabei nicht alles perfekt laufen muss, beweist sie während des Songs „Nicht allein“. Beim kurzen Klavierpatzer bleibt Chuba bemerkenswert gelassen: „Ja, jetzt hab ich mich verspielt. Wir bleiben in den Emotionen.“ Ein ehrlicher Moment, der beim Publikum bestens ankommt. Überhaupt gönnt sich die Show in ihrer Mitte eine bewusste Verschnaufpause. „Nicht allein“, „ILMILMN“, „Unsicher“ und „Fliegen“ werden in einem akustischen Block präsentiert. Der reduzierte Sound schafft Nähe und gibt der ansonsten großen Produktion genau den richtigen Gegenpol.

Nina Chuba live in Hannover
Auch hinter „Nimm mich mit“ steckt eine persönlichere Geschichte. Der Song entstand in der Zeit von „Wildberry Lillet“ – einer Phase, die Chuba nach eigenen Worten psychisch stark belastet hat. Zwischen all der Euphorie blitzt so immer wieder die Person hinter der Popstar-Fassade auf. Nach dem Finale ist für das Publikum trotzdem noch lange nicht Schluss. Lautstarke „Zugabe“-Rufe begleiten das Ende der Show.
Nina Chuba lieferte eine hervorragende Show mit starker Bühne, klarem Konzept und einem durchdachten Spannungsbogen. Gerade der bewusst gesetzte leise Block macht den Abend abwechslungsreich – und zeigt, dass hier weit mehr passiert als eine Aneinanderreihung großer Hits.
Einschränkung der Bildberichterstattung
Gerne hätten wir dir an dieser Stelle wie üblich unabhängig und frei ausgewählte Fotos des Konzerts aus Hannover präsentiert. Doch wir sind in unserer Berichterstattung eingeschränkt. Leider mussten unsere Fotos vom Management freigegeben werden, während einige tausend Smartphone-Aufnahmen der Besucher keinen Einschränkungen unterliegen. Ausführlich hat dazu die Neue Westfälische berichtet.



